Jul
13

Video Timmelsjoch

by Stefan | Tags:

Endlich, nach stundenlanger Quälerei hab ich es doch noch geschafft… Ein Zusammenfassung von Tag 2 mit der Fahrt über das Timmelsjoch. Am besten auf Vollbildmodus gehen.

 

 

Gruß Stefan



Jul
09

Die Tortour, Tag 4

by Stefan | Tags:

 

Da ich ja doch mehr ein Schrauber als Schreiber bin zieht es sich ganz schön in die Länge mit den Reiseberichten. Im Keller starten die nächsten Projekte und ständig ist irgendwo eine andere Veranstaltung oder ein Geburtstag oder sogar auch eine Geburt: Wilkommen im Leben kleiner Neffe!

Aber weiter jetzt endlich.

Der erste Tag an dem wir endlich mal richtig ausschlafen konnten… Aber wie es ímmer so ist, wenn man könnte gehts meistens nix. Ich war bereits vor 8:00 Uhr wach und wollte den Tag dann auch gleich produktiv beginnen. Der Stephan war auch wach und kümmerte sich um die Frühstücksbrötchen während ich mir Bernds Dax in die “Werkstatt” holte, die aus einer Isomatte und dem Werkzeug bestand. Bis auf Ossi und Nils quälten sich dann alle nach und nach aus ihren Zelten. An der Dax von Bernd gab es am Vortag ein Problem mit dem Lenkkopflager, natürlich genau zu dem Zeitpunkt als der Ossi mit dem Servicewagen auf der Suche nach dem Nils war und wir noch ca. 100km von Riva entfernt waren. Spitze. Das Lenkkopflager knackste plötzlich, mit einem kleinen Wiederstand, sehr laut wenn man den Lenker komplett von einer Seite zur anderen bewegte. Wir bettelten dann mit “handitalienisch” ein paar Straßenarbeiter nach Ratsche, Nuss und Schraubendreher an um das Lager mal zu lösen und die Einstellung zu korrigieren. Leider brachte diese Straßenrandaktion nicht viel Erfolg und ich musste den Bernd mit mauem Gefühl und der offensichtlich fehlerhaften Lenkung weiterfahren lassen. Da man im Fahrbetrieb aber kaum den Lenker komplett hin- und herbewegt gab es keine größeren Probleme. Ich dachte mir es könnte sich evtl. ein Kügelchen Metall vom Schweißen gelöst haben und ins Lager gerutscht sein… Zurück zu Tag 4, ich wollte also vor dem Frühstück noch schnell nachsehen was da los ist, also Vorderrad raus, obere Gabelbrücke ab und raus mit der Gabel. Im  Hintergrund warteten schon die frischen Brötchen.

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Zuerst war nichts zu sehen, die Lagerschalen waren fest, alles machte einen normalen Eindruck bis wir den Übeltäter fanden:

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Eine Rolle des oberen Kegelrollenlagers war schräg durchgebrochen. So ein Bruch kann nur durch einen Fehler im Material auftreten, da sich die Belastung ja auf alle Lagerrollen verteilt. Pech gehabt. Als ich in Nürnberg die Ersatzteile  packte, hatte ich einen neuen Lagersatz in der Hand den ich, nach kurzem zögern, zum Glück dann doch mitgenommen habe, natürlich mit dem Gedanken dieses Teil würden wir auf keine Fall benötigen. Falsch gedacht, dieses Teil war bis auf eine Simmerring (der nicht wirklich nötig war) und 2 Rücklichtbirnchen die einzige Teile die wir für die sieben Fahrzeuge während der Alpentortour benötigten. Das obere Lager haben wir also samt Lagerschale erneuert. Während ich die Lagerschale in den Rahmen bugsierte und einige andere den Rahmen festhielten hatten wir das Erdbeben von dem in den Nachrichten zu sehen war. Keiner von uns bemerkte etwas davon da bei dem Geklopfe alles am wackeln war… Unsere Zeltplatznachbarn auf sämtlichen Seiten riefen uns erschrocken zu, ob wir es denn auch bemerkt hätten, aber dem war ja nicht so. Ratzfatz war dann das Lager und der Rest eingebaut und eingestellt. Nach dem Frühstück hab ich dann auch gleich noch alle anderen Fahrzeuge inkl. Ventile einstellen durchgecheckt und überprüft.

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Unser Vorrat an Hopfenkaltgetränken neigte sich bedrohlich dem Ende zu und für  eine ordentliche Mahlzeit fehlten auch noch ein paar Kleinigkeiten, also war ein Einkauf angesagt. Bis auf den Ossi, der als Wachhund die Stellung hielt, sattelten wir die Böcke und fuhren in legerer Kleidung zu einem Supermarkt nach Peschiera. Auf dem Supermarktparkplatz  hat ein paar  Minuten vor unserer Ankunft irgendein Bösewicht die Beifahrerscheibe eines VW Touareg zerdeppert und sich an irgendetwas bereichert. Wir konnten die langen Gesichter des Paares beobachten als sie auf ihr Auto zugingen… Die Karre stand mitten am Tag nur ein paar Meter abseits der anderen Autos, ziemlich dreiste Sache. Wir hatten keine weitere Zeit für Elendstourismus und widmeten uns den Besorgungen. Da wir keine Frauen dabei hatten, die uns zusammenstauchen konnten kam natürlich kein vernünftiger Einkauf zustande und es wurden hauptsächlich Bier und Chipswaren eingekauft.  Die wichtige Ware wurde dann ordnungsgemäß auf dem Lastesel verzurrt und wir konnten wieder zum Campingplatz zurückdüsen. Dort angekommen teilte sich die Gruppe auf, da einige noch ein paar Kilometer auf ihren Raketen herumdüsen wollten. Meiner einer gehörte zur Biertransportabteilung, deswegen war abladen und chillen angesagt.

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Kein Problem für Fahrzeuge die für ganz andere Lasten oder Großfamilien gebaut sind…

Die anderen kamen irgendwann von ihrer Tour zurück und den Rest des Tages ließen wir es uns bei gutem Essen und Kaltgetränken (vermutlich eher lauwarm oder warm, aber in der Erinnerung ist es schöner so) gut gehen. Wir feierten uns und unsere Tortour die wir zur Hälfte überstanden hatten. Am Spätnachmittag sind wir dann zum Strand umgezogen um dort noch ein bisschen “herumzulungern”. Als die Sonne dann endlich untergegangen war haben wir uns unauffällig unter die anderen Campinggäste auf der Partyarea gemischt. Die Gruppe hat sich dann im laufe der Nacht ein wenig zerrissen, aber jeder hat zurück zum Zelt gefunden oder wurde sogar vom aufmerksamen Personal persönlich dorthin gebracht, “um jetzt doch endlich still zu sein und zu schlafen”:-)

Ein paar Bilder eines gemütlichen Nachmittags:

 

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Die Teile sind nicht nur für Fische gefährlich, aber man kann sich ja schützen:

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Weitere Bilder des Tages möchte ich euch ersparen, am Ende denkt ihr noch wir sind Assis:-)

 

Gruß Stefan